Wer Qualität will, muss investieren
3. Tourismus-Stammtisch am 21.11.2012 in Sonnenbühl-Erpfingen
Am vergangenen Mittwoch fand in Sonnenbühl-Erpfingen der 3. Tourismus-Stammtisch statt. Mehr als 25 Besucher verfolgten aufmerksam die Präsentation von Wolfgang Schütz, Geschäftsführer von Mythos Schwäbische Alb, der Tourismusorganisation des Landkreises Reutlingen. Neben Touristikern und Interessierten aus Sonnenbühl waren auch die Ortsvorsteher aus Ringingen und Stetten u.H., sowie Gemeinderäte und Rathausvertreter aus Burladingen unter den Zuhörern. Die Gemarkung Burladingen gehört mit zu dem Gebiet, das als Sonnenalb bezeichnet wird, ist bis jetzt jedoch nicht Mitglied im Tourismusverein Sonnenalb e.V.. „Die Zusammenarbeit und der Informationsfluss mit den Burladinger Ortsteilen und den einzelnen Akteuren im Tourismus funktionieren gut - optimal wäre es natürlich, wenn die Verbindung auch offiziell wäre", sagt Bettina Peters, Tourismus-beauftragte des Vereins.
Wolfgang Schütz nahm die Besucher mit auf eine informative Reise über den Tourismus im Kreis Reutlingen. Die Übernachtungszahlen werden dieses Jahr voraussichtlich ein deutliches Plus aufzeigen, bis September 2012 allein schon kamen 7,6% mehr Gäste. Mit beeindruckenden Zahlen untermauerte er noch einmal die Bedeutung des Wirtschaftsfaktor Tourismus, der gerne unterschätzt wird.
Auch die Strukturen im Tourismus wurden beleuchtet. Wer ist für was zuständig, was ist in der nächsten Zeit geplant? Wolfgang Schütz erklärte, dass es im Moment eine Strukturdiskussion gebe und zeigte die verschiedenen Modelle, die im Gespräch sind. Der Tourismusverband Schwäbische Alb, zuständig für die gesamte Schwäbische Alb, hat in ersten Strategiekonferenzen verschiedene Optionen vorgeschlagen. So soll unter dem Leitthema „Zeitreisen. Aktiv.Geniessen." das gesamte Gebiet der Schwäbischen Alb –je nach Modell- in drei, vier oder fünf thematische ErlebnisWelten aufgeteilt werden. Derzeit ist der Vorschlag des Schwäbischen Alb Tourismusverbandes, das Gebiet der Mittleren Schwäbischen Alb unter das Thema „Zeitreise – zwischen Ursprünglichkeit und Moderne" zu stellen.
Hauptthema des Abends war die Qualität im Tourismus, hier speziell die Möglichkeiten, die sich Anbietern von Ferienwohnungen und anderen Übernachtungsbetrieben zur Zertifizierung bieten. Herr Schütz erklärte anschaulich an einem Beispiel, warum sich Zertifizierung lohnt: „ Für welchen von zwei Anbietern einer Ferienwohnung würden Sie sich entscheiden, wenn der Preis ungefähr gleich ist? Für den, der Sterne hat und nach bundeseinheitlichen Kriterien zertifiziert ist, die Sie jederzeit nachvollziehen können oder für den Anbieter, der nichts dergleichen vorzuweisen hat?"
Die Zertifizierungen sind ein wichtiges Entscheidungskriterium für Gäste, sie sind ein optimales Werbemittel und sie verschaffen einen Wettbewerbsvorteil vor den Mitbewerbern.
In der anschließenden Diskussion wurde Wolfgang Schütz über eineinhalb Stunden intensiv befragt . Wiederholt wurde von den Besuchern thematisiert, dass die Schwäbische Alb als Destination bekannter gemacht werden müsse und dass es notwendig sei, dafür auch Geld in die Hand zu nehmen. Auch Investitionen in die touristische Infrastruktur seien notwendig, zum Beispiel bei den Rad- oder Wanderwegen. Angeführt wurden Beispiele aus anderen Regionen, wo diese Investitionen bereits getätigt wurden und zu erheblichen Steigerungen bei den Gästezahlen beigetragen haben. Die lokale Entwicklung in <link vor-ort sonnenbuehl _blank>Sonnenbühl wurde als positiv empfunden, auch Dank der nachhaltigen Arbeit der Tourismusbeauftragten Bettina Peters. Mit der eigenen Tourismuskonzeption und der begonnenen Umsetzung sei die Gemeinde Sonnenbühl auf einem guten Weg. So kann auch der Tourismusverein Sonnenalb mit seiner Arbeit in eine spannende Zukunft blicken.
Bettina Peters
(Tourismusbeauftragte des Tourismusverein Sonnenalb e.V.)
Marktstr.16
72820 Sonnenbühl
Tel.:0172/7664271