Wo der Albbüffel grast - Genießerregion Schwäbische Alb
Von der Biosphärenwurst über den Albzarella bis zum Schlehensaft - auf der Schwäbischen Alb werden allerlei regionale Köstlichkeiten produziert. Gastwirte bringen diese als herzhaftes Bauernvesper oder als mehrgängiges Menü auf den Tisch, Bauern- und Regionalmärkte laden zum Bummeln ein. Der Einkauf bei Hof- oder Bauernläden lässt sich ideal mit einem Ausflug verbinden, bei dem man Region und Landschaft genießen kann.
Wer beispielsweise in der Gegend von Ädenwaldstetten unterwegs ist, der stößt mit ein bisschen Glück auf eine Herde grasender Albbüffel. Die majestätischen Urviecher werden auf der Schwäbischen Alb seit einigen Jahren nicht nur für die schonende Landschaftspflege eingesetzt, sie liefern auch köstliche Produkte wie „Albzarella“, den schwäbischen Mozzarella, Albbüffelwurst oder die feinen, „Albbüffel-Göschla“ genannten Mautaschen.
Bereits seit dem 15. Jahrhundert gibt es Wanderschäfer auf der Schwäbischen Alb, was entscheidend zum heutigen Bild der Alb als Kulturlandschaft beigetragen hat. Obwohl heute Schafe immer weniger zum Landschaftsbild gehören, gibt es noch Betriebe wie „Alb Lamm“ von Schäfer Stotz. Die Familie betreibt bei Münsingen bereits in der fünften Generation Schafzucht und bietet direkt ab Hof qualitativ hochwertiges Lammfleisch und Wurstwaren an. Die auf den Kalkmagerrasenflächen der Alb weidenden Schafe tragen zudem zu einem zeitgemäßen Umwelt- und Naturschutz zu bei. Im Großen Lautertal sind die Schneckenzüchter nach 100 Jahren wieder zurück. So bereichern „Albschnecken“ in vielen Lokalen wieder die Speisekarte.
Gefühl für natürliche Genüsse
Auch der Boden auf der Alb gibt vieles her. Die Älbler produzieren und kreieren mit bäuerlichem Wissen und viel Gefühl für das, was die Natur bietet. Heraus kommen Köstlichkeiten, die Seele und Körper gleichermaßen gut tun: Albschneck oder Dinkelnudeln, Maultaschensüpple und feine Linsengerichte, Käse, Most und Wein, Brände, Schnäpse, Absinth, raffinierte Pralinen und Marmeladen, duftendes Backhausbrot sowie duftende Seifen aus feinen Älen und Kräutern.
Alblinsen neu entdeckt
Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurden auf der Schwäbischen Alb Leisa - schwäbisch für Linsen – angebaut. Seit einigen Jahren erlebt die Linse in der Gastronomie eine Renaissance. Seit 1985 bauen Erzeuger auf der Alb eine kleine, grüne, französische Linsensorte an. Sie hat sich unter den Anbaubedingungen der Schwäbischen Alb gut bewährt und besitzt hervorragende Geschmacks- und Kocheigenschaften. Gourmets im ganzen Land sind vom Geschmack der "Alb-Leisa" so begeistert, dass die Bio-Bauern von der Mittleren Alb in den vergangen Jahren immer schnell ausverkauft waren. Deshalb gründeten sie die Äko-Erzeugergemeinschaft "Alb-Leisa", um über eine längere Spanne des Jahres hinweg Linsen liefern zu können. Der Zusammenschluss kümmert sich auch um den Erhalt alter Kulturpflanzen, besonders um die alten Linsensorten der 1940er und 50er Jahre auf der Schwäbischen Alb.
Köstlichkeiten direkt vom Erzeuger
Wer regionale Köstlichkeiten gerne bei einem besonderen Einkaufserlebnis entdecken möchte, kann über die verschiedenen Bauern- und Regionalmärkte bummeln. So feiert die Gemeinde Sankt Johann unter dem Motto "entdecken und genießen" am Mittwoch der letzten Sommerferienwoche das traditionelle Kartoffelfest. Der ALB-GOLD Landmarkt ist ein Nudelschlaraffenland mit über 150 verschiedenen Sorten Nudeln. Allen voran des Schwaben liebste Speise, die Spätzle: Bauernspätzle, geschabte Königsspätzle oder frische, gekühlte Schupfnudeln und Maultaschen gehören zur Palette des Familienunternehmens, das mehr als 150 Sorten nach altem Hausrezept herstellt.
Dinkel- und Naturprodukte sind der Schwerpunkt der Ostermühle, der einzigen noch funktionstüchtigen Mühle in Langenau, die auf eine 700-jährige Tradition zurückblicken kann. Der Hofladen bietet 500 leckere, hochwertige Produkte an. Ein Mal im Jahr stellen sich Direktvermarkter aus der Region in der Reutlinger Oststadt zwischen Planie und Stadtgarten beim „neigschmeckt.-Markt" vor. Zahlreiche Marktbeschicker aus Lebensmittelproduktion, Handwerk, Kunsthandwerk, Tourismus und Information und der Gastronomie freuen sich am 24. Juli 2011 auf Besucherinnen und Besucher aus nah und fern.
Echt Alb – echt gut
Unter dem Motto "echt Alb - echt gut" haben elf Lebensmittelproduzenten eine Erzeugergemeinschaft gegründet. Damit ein Produkt das "echt Alb"-Siegel tragen darf und der Hersteller damit werben kann, müssen mindestens 90 Prozent der Zutaten auf der Alb produziert werden. Auch sind für jede Branche spezielle Qualitätskriterien festgelegt, die das jeweilige "echt Alb"-Produkt zusätzlich erfüllen muss. Dazu zählen die besondere Reinheit von Mineralwasser, die lange Teigführung beim Bäcker und die lange Ruhezeit des Bieres. "echt Alb" sind bislang: Alb-Gold Teigwaren, Trochtelfingen; Becka Beck Bäckerei und Konditorei, Römerstein; Berg Brauerei, Ehingen; Burkhardt Fruchtsäfte, Laichingen; Dettinger Rosstriebkellerei; Metzgerei Failenschmid, Gächingen; Rose Biomanufaktur, Ehestetten; Romina Mineralbrunnen, Reutlingen; Schäfer Stotz, Münsingen; die Weingärtnergenossenschaft Metzingen sowie Zwiefalter Klosterbräu.
Regionale Gastgeber mit Prädikat
Zur Genießerregion Schwäbische Alb gehört seit 2010 auch ein Zusammenschluss von Hoteliers und Gastronomen im und um das Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Ob Lamm im Kräutermantel, Forellen aus den kristallklaren Bächen der Täler, edle Destillate von den Streuobstwiesen im Albvorland - albtypische Gerichte und hochwertige Zutaten aus dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb sind in den Küchen der Biosphärengastgeber selbstverständlich. Anerkannte Zertifikate, wie beispielsweise „EMAS“, „Schmeck den Süden“ oder „ServiceQualität Deutschland“, machen den hohen Standard der Biosphärengastgeber für den Besucher sichtbar.
Dass aus regionalen Spezialitäten auch Stern-Küche werden kann, beweisen die Sternelokale „Hirsch“ in Erpfingen und die „Linde“ in Pliezhausen. Naturgenuss auch bei den Übernachtungs-Gastgebern: Ein regionales Frühstück mit hofeigenen Produkten zur Einstimmung auf einen erholsamen Urlaubstag. Frische Milch, dazu ein Landei, selbstgemachte Marmelade auf einem duftenden Backhausbrot, Säfte von Streuobstwiesen: Hier kann man die Alb riechen und schmecken.
Information:
Mythos Schwäbische Alb, Kaiserstraße 27, D-72764 Reutlingen,
Tel.: 0 71 21 / 480 30 33; Fax: 0 71 21 / 480 18 38,
e-Mail: info@mythos-alb.de, www.mythos-alb.de (Stand: März 2011)
www.schwaebischealb.de
www.silberbrunnen.de/echtAlb